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Quelle: Artikel Main-Post
vom 08.10.2002
Auf Blickhöhe mit
der Turmuhr
Ochsenfurt
Einen Einblick in die Arbeit
eines Feuerwehrmanns und einer Feuerwehrfrau sollten die neuen Ochsenfurter
Stadt- und Kreisräte sowie die Angestellten der Stadt Ochsenfurt erhalten.
Aus diesem Grund hatte die Feuerwehr am Samstag den 28.09.2002, zum Tag
der Ochsenfurter Feuerwehr eingeladen.
Kommunalpolitiker bei
der Feuerwehr
Die Idee hierzu kam von Wolfgang
Raps, Kommandant der Feuerwehr Ochsenfurt: "Auch wir sind eine städtische
Einrichtung, daher ist es wichtig, dass die Entscheidungsträger mal
sehen, wie es hier so läuft. Nur dann können sie beurteilen,
welche Investitionen notwendig sind und welche noch warten können."
Unterhaltsam und informativ
war der Vormittag jedenfalls für das Dutzend Stadt- und Kreisräte/-innen,
die der Einladung nachgekommen waren. Nach einer Bootsfahrt auf dem Main,
wurden sie mit einem Feuerwehrauto durch die Ochsenfurter Straßen
und Gassen gefahren.
Wer schwindelfrei war durfte
die neue Drehleiter testen und die Kirchturmuhr aus der Nähe betrachten.

Beim Ausprobieren von Schere
und Spreizer musste dann Ingrid Stryjski, Sicherheitsreferentin des Stadtrates
feststellen: "Das ist aber ganz schön schwer. Ich kann den Spreizer
ja kaum halten."
Auch der Rüstwagen, der
inzwischen schon 25 Jahre alt ist, wurde von Toni Gernert und Volkmar Halbleib
genau unter die Lupe genommen. "Dieses Fahrzeug kommt immer dann zum Einsatz,
wenn technische Hilfeleistung notwendig ist - also vor allem bei schweren
Verkehrsunfällen", erklärt Wolfgang Raps. "Unser Rüstwagen
ist allerdings schon in die Jahre gekommen."
Auch beim Atemschutz ist
die Technik nicht mehr die neuste. Im Dezember wird allerdings umgestellt
- auf Überdrucktechnik. "Uns ist klar, dass die Stadt nicht viel Geld
hat", berichtet der Feuerwehrkommandant, "aber hier geht es um die Sicherheit
der Bürger. Wir können nur mit den Sachen arbeiten, die uns die
Stadt zur Verfügung stellt." Ziel dieser Veranstaltung war es daher
auch Verständnis für notwendige Investitionen zu finden. "Momentan
steht zwar nichts Akutes an, aber gebraucht wird immer was.
"Was uns dringend fehlt ist
ein Universal-Löschfahrzeug. Unsere personelle Schutzausrüstung
ist gut, aber beim technischen Gerät hapert es etwas", so Raps. Ob
die Feuerwehr bald wieder eine derartige Veranstaltung anbieten wird, weiß
der Kommandant noch nicht. "Kommt auf das Feedback an." Den Stadt- und
Kreisräten und -rätinnen hat es jedenfalls gefallen.
Main-Post-Mitarbeiterin Anita
Schöppner
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