Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren
Main Post
28.09.2003

Stichflamme aus der Friteuse    

Ochsenfurt (heli)
Im Rahmen der Brandschutzwoche besuchte die Feuerwehr auch die Hauptschule in Ochsenfurt. Die Schüler der siebten und achten Klassen konnten dabei die Arbeit der Feuerwehrmänner hautnah erleben.



Die Feuerwehrleute hatten dazu drei verschiedene Stationen aufgebaut, die die sechs Klassen nacheinander durchliefen. Im Musiksaal begrüßte sie Kreisbrandmeister Alois Schimmer, er erklärte den Schülern die vielfältigen Funktionen der Wehrleute. Eigentlich, so sagte er, hätte jeder dieser Männer und Frauen einen zweiten Beruf, nämlich Feuerwehrmann. Nur dass sie sich alle Fähigkeiten, die dazu nötig seien in ihrer Freizeit angeeignet hätten. Der Ochsenfurter Kommandant Wolfgang Raps erläuterte den Hauptschülern anschließend die Wichtigkeit von Rauchmeldern. Schon fünf Atemzüge giftigen Brandrauchs seien tödlich. Er gab auch praktische Verhaltensregeln für den Brandfall in der Schule und Hinweise über das richtige Absetzen eines Notrufes.



Bei der zweiten Station wurden dann von KBM Dieter Schöll und Ochsenfurter Feuerwehrmännern einige der Feuerwehrfahrzeuge vorgestellt. Die Schüler staunten über der vielfältigen Inhalt eines Rüstwagens. Für alle nur denkbaren Unfall- und Katastrophensituationen sind technische Hilfsmittel in den vielen Fächern dieses Lkw verstaut. Eine Attraktion war natürlich auch wieder die Drehleiter. Mutige durften unter Begleitung eines Feuerwehrmannes bis auf 30 Meter hinauffahren. Belohnt wurden sie mit einem unvergesslichen Ausblick über ihre Schule und ganz Ochsenfurt.





Die dritte Station wurde von den Kreisbrandmeistern Gustav Zirkelbach und Anton Öder betreut. Hier ging es richtig zur Sache. Zuerst wurden die verschiedenen Arten von Feuerlöschern und ihre Handhabung erklärt. Dann durften die Sieben- und Achtklässler selbst versuchen, ein Gas- oder Benzinfeuer zu löschen. Nicht immer war das so einfach, wie es bei den Profis aussieht. Wenn man mit dem Pulverstrahl zu steil ins Benzin trifft, kann das Feuer eher noch größer werden.
Den spektakulärsten Teil der Vorführungen gab es am Ende zu sehen. Mit Hilfe eines Gasbrenners wurde eine Sprühdose in einem Metallkäfig erhitzt. Sie explodierte daraufhin mit einem lauten Knall und einer Stichflamme. Dann erhitzten die Feuerwehrleute noch Friteusenfett in einem Topf, bis es brannte. Was dann folgte, war zur Abschreckung gedacht: Als ein Feuerwehrmann aus sicherer Entfernung Wasser hineingoss, schoss eine meterhohe, pilzähnliche Stichflamme aus dem Topf.



Die Feuerwehr will mit der Aktion nicht nur auf ihre Arbeit hinweisen, sondern die Jugendlichen auch für den Feuerwehrdienst begeistern. Jede der 115 Feuerwehren im Landkreis freut sich über "Nachwuchs" und alle Bürger brauchen die Feuerwehr. Gemäß dem Motto der Aktionswoche: Viele stecken den Kopf in den Sand, wir halten ihn hin.