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KatS-Einsatz Dessau vom 16.08. bis 18.08.2002 |
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Ochsenfurter packen mit an Ochsenfurt Neun Feuerwehrmänner aus Ochsenfurt packen in Sachsen-Anhalt mit an: Sie helfen mit, Deiche und Dämme zu sichern. Feuerwehrmänner helfen in den Katastrophengebieten in Ostdeutschland Am späten Freitagnachmittag erreichte den Ochsenfurter Feuerwehrkommandanten Wolfgang Raps die Anforderung von Hilfskräften und Material zum Einsatz in den Überschwemmungsgebieten in Ostdeutschland. Neun Männer setzten sich gegen 22 Uhr in Bewegung um mit 185 Feuerwehrleuten und 25 Fahrzeugen aus dem Landkreis Würzburg den Menschen in Sachsen-Anhalt zur Seite zu stehen. Neben der Ochsenfurter Wehr sind auch Feuerwehrleute aus Winterhausen, Aub, Gelchsheim und Röttingen ausgerückt. Bereits 1983 wurde
das Löschgruppenfahrzeug LF 16-TS für den Katastrophenfall in Ochsenfurt
stationiert. Es ist ein Fahrzeug des Bundes, steht aber der örtlichen
Wehr kostenlos zur Verfügung. Bei Bedarf wird es überregional
eingesetzt, die örtliche Wehr stellt die Besatzung. Jetzt wurde das
Katastrophenfahrzeug erstmals angefordert und muss sich überregional
bewähren. Vor allem die zwei leistungsstarken Pumpen werden einem harten
"Es war kein Problem eine Löschgruppe zusammen zu stellen. Wer bei der Feuerwehr ist, will auch helfen", so Wolfgang Raps. Er ist nicht nur der erste Mann der Wehr in Ochsenfurt, beruflich ist er bei der Regierung von Unterfranken für Brand- und Katastrophenschutz zuständig. Bereits in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag erreichte ihn ein Anruf aus dem Innenministerium. 120 000 Sandsäcke wurden innerhalb kürzester Richtung Osten auf den Weg geschickt, in der Nach von Donnerstag auf Freitag folgten weitere 80 000 Säcke. Am Freitagabend packten dann Dieter Fuß, Gerd Grünewald, Friedrich Dehner, Ralf Freund, Peter Reuß, Ronny Streblow, Florian Varm und Stefan Heizenröther ihre Rücksäcke um unter der Leitung von Löschmeister Marco Paul nach Dessau zu fahren. Untergebracht ist die Gruppe in der Verbandschule in Dessau, der Einsatz ist seit Samstag 1130 Uhr beim Deichbau.
"Der Pegel steigt stündlich" Auch am Sonntag hieß es "Deich- und Dammbau". "Der Pegel steigt stündlich weiter um zwei Zentimeter", sagt Wolfgang Raps. "Der Höchststand wird heute nacht erwartet." Schwierig sei für die Männer, dass sie auf ihren Einsatz warten müssten. "Das sind sie nicht gewohnt", meint Raps. "Normal kommen sie zu einem Brand und der Einsatz geht los. Aber das ist hier ja eine gigantische Logistik, da sind die Helfer nicht Non-Stop im Einsatz." Die Männer kommen aus den unterschiedlichsten, vor allem technischen, Berufen. In der Nacht auf Montag werden sie wieder nach Ochsenfurt zurückkommen und dann zum großen Teil am Montag "ganz normal" wieder an ihrem Arbeitsplatz erscheinen. Sie opfern ihre Freizeit,
die Familien verzichten auf den Ehemann oder den Papa, ohne große Diskussion
wird angepackt. Nicht selbstverständlich in diesen scheinbar egoistischen
Zeiten. Mitarbeiterin Main Post: Renate Lindner |
| Landkreis Würzburg:
25 Fahrzeuge, 183 Feuerwehrleute LF 16, SW 1000, TSA
der FF Veitshöchheim 1. Einsatztag: Samstag den 17.08 von 12 - 15 Uhr zur Verstärkung der Dammkrone in Bereich Dessau. 2. Einsatztag: Sonntag
18.08. |
| Bilder vom Einsatz
Das Einsatzgebiet
(weiß gekennzeichnet) Der Einsatzort:
Dessau Großkühnau Packen und Abfahrt
zum Sammelpunkt Unterwegs auf
der Autobahn mit den letzten Tankstop am
Hermsdorfer Kreuz Die
Fahrt im Verband von 35 Feuerwehrfahrzeugen Unterbringung
in der Berufsschule Dessau Eine
Übersichtskarte mit dem Einsatzgebiet "Dessau-Großkühnau"
Der erste
Auftrag zur Verstärkung der Dammkrone Alle eingesetzten
Kräfte und viele freiwillige Helfer Das Wasser
sucht sich trotz aller Bemühungen seinen Weg Aufnahme
vom Damm mit einer unendlichen Wasserfläche Auf dem Weg
nach Hause am 18.08.2002 um ca. 17.00 Uhr Abrüsten
der Fahrzeuge LF16 und 11/1
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| Artikel Main-Post 20.08.2002 Einsatz unter sengender Sonne KBI Alois Schimmer erzählt vom Kampf gegen die Flut Ochsenfurt (DU)
Nachdem die Unterfranken am Samstag früh nach durchreister Nacht angekommen waren, erhielten sie ihren Auftrag: Einen maroden Deich bei Dessau mit Folien und Sandsäcken sichern. "Irgendwann ist die Folie ausgegangen, da haben wir mit PVC-Fußbodenbelag weiter gemacht", erzählt Schimmer. Sehr viele junge Leute aus Dessau und Umgebung haben sich in die Kette der Helfer eingereiht, sagt er. Nach einem Tag harter Arbeit wurden die Unterfranken abgelöst. Die Ruhe währte indes nicht lange: "Die Situation hat sich dramatisch verschlechtert. Um 24 Uhr mussten wir wieder raus, weil ein Dammbruch in einem Waldgebiet drohte." Mit Einsatzkräften der Bundeswehr befestigten die Feuerwehrleute einen sechs Meter hohen Damm über mehrere Kilometer. "Bis früh um zehn Uhr mussten wir fertig sein, denn für diesen Zeitpunkt wurde die nächste Flut erwartet", so Schimmer. "Das Flussbett der Elbe ist von dort einen Kilometer entfernt, das muss man sich mal überlegen, wie weit das Wasser steht!" Begeistert war Schimmer von den Einheimischen: "Die haben uns laufend mit Broten, Keksen und Getränken versorgt und so oft gesagt, wie dankbar sie sind, dass Menschen aus fernen Bundesländern einfach ihre Freizeit Opfern und helfen." Allerdings hat er auch viel Frustration erlebt: "Die Leute haben sich beklagt, weil die Deiche über viele Jahre nicht gepflegt worden sind." Am Sonntagmittag reisten die Ersten wieder ab. Kreisbrandrat Heinz Geißler löste Schimmer ab. "Als wir fuhren, ist gerade ein Deich gebrochen, und 3000 Menschen mussten mit Hubschraubern evakuiert werden", sagt der Kreisbrandinspektor. Entgegen der Erwartungen war der Höchststand der Elbe am Montagmittag noch nicht erreicht. "Wir müssen jetzt die Entwicklung abwarten, eventuell fahren wir nochmal mit einem Bus nach drüben", sagt Schimmer. |
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Magdeburg/Dessau vom 16.08.- 19.08.2002 |
| 16.08.2002/
17.08.2002 |
Benachrichtigung
um 17:45 Uhr vom Kommandant Wolfgang Raps zur Entsendung einer Gruppe und
das LF 16/TS mit MZF ins Hochwassergebiet, der genaue Ort war zu diesem Zeitpunkt
noch nicht klar. Der Auftrag lautete Keller auspumpen.
Die Zusammenstellung der Mannschaft und Logistik wurde von LM Marco Paul und GW Dieter Fuß durchgeführt. Zu der ersten Gruppe gehörten Dieter Fuß, Friedrich Dehner, Gerd Grünewald, Ralf Freund, Ronny Streblow, Stefan Heizenröther, Peter Reuß und Florian Varm an unter der Leitung von Löschmeister Marco Paul. Treffpunkt für die alarmierten Wehren aus dem gesamten Lkr. Würzburg war 22:00 Uhr auf dem Parkplatz beim Wal-Mart in Lengfeld. Nach eintreffen der Wehren begrüßte KBR Heinz Geißler und Landrat Waldemar Zorn die Mannschaften und entsandte die Fahrzeuge mit Mannschaft um 0:00 Uhr in Richtung Magdeburg. Der genaue Einsatzort wurde ca. um 01:00 Uhr über Funk mitgeteilt, wo es dann hieß, dass die Fahrt nach Dessau zur Dammbefestigung ging. Die Fahrt ging über die A7 bis zum Autobahndreieck Schweinfurt anschließend auf die A70 in Richtung Bayreuth/Kulmbach dann auf die A9 nach Dessau. Ankunft in Dessau war um 7:45 Uhr an der Feuerwache Dessau, die uns dann zur Unterkunft in einer Berufsschule führte. Um 8:30 Uhr wurden die Quartiere bezogen und auf den Einsatzbefehl gewartet. Um ca. 10:30 Uhr kam der Einsatzbefehl den Deich in Großkühnau zu stabilisieren. Bis zum entgültigen Arbeiten an der Einsatzstelle vergingen ca. 2 Std., da kein Material zum abdichten vorhanden war und keine genaue Koordination stattfand. Der Einsatz dauerte bis 18:00 Uhr. Dann fuhren die Mannschaften des Lkr. Würzburg in ihr Quartier zurück. Nach einigem Hin und Her hieß es dann, dass nicht mehr ausgerückt wird. Um 21:00 Uhr ging die Nachricht ein, dass in Bitterfeld ein Damm gesprengt werde und somit der Einsatzbefehl für die Abteilung des Lkr. Würzburg einging, dass um 00:00 Uhr der nächste Einsatz stattfindet. |
| 18.08.2002 | Der nächste Einsatz ging um 0:00
Uhr los und lautet Deich stabilisieren am Kornhaus. Die gesamte Mannschaft
fuhr mit 35 Fahrzeugen die Einsatzstelle an. Inzwischen hieß es, dass
die FF Garmisch Partenkirchen die gleiche Einsatzstelle hat wie der Lkr. Würzburg.
Beim Eintreffen der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass die ganze Kolonne
dort nicht benötigt wird und somit eine neue E-Stelle angefahren werden
soll.
Der neue Befehl hieß, Deichsicherung in Großkühnau wo wir am Vortag schon einmal anfuhren aber wegen Unsicherheiten am Damm nicht arbeiten durften. Trotz der bestehenden Gefahr wurde in dieser Nacht bis Sonntag früh um 8:00 Uhr am Damm gearbeitet . Danach kam die Ablösung die den Damm bis 10:00 Uhr fertig stellen musste. Inzwischen fuhr die Abteilung des Lkr. Würzburg in ihr Quartier zurück wo dann abgeklärt wurde wer und was nach Hause fährt. Die FF Ochsenfurt fuhr mit weiteren Wehren - wie Eibelstadt, Margetshöchheim, Eisingen, Kürnach - wieder in die Heimat zurück. Abfahrt war um 13:00 Uhr in Dessau. Erster taktischer Halt für die Kolonne war in Erbshausen, wo die Fahrzeuge noch einmal betankt wurden. Ankunft in Ochsenfurt war am 18.08.2002 um 19:30 Uhr im Feuerwehrgerätehaus, wo die Mannschaft vom 1. Kdt. und stellv. Kdt. und weiteren Mitgliedern der FFO begrüßt wurden. Die Aufräumarbeiten wurden um 20:30 Uhr abgeschlossen und mit einem geselligen Beisammensein der Abend beendet. Marco Paul |
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Dank
an Flut-Helfer
Main Post 04.12.2003 Ochsenfurt (KLS) In ein unbekanntes Terrain und ohne zu wissen, was sie genau erwartet, brachen im vergangenen Jahr 43 Feuerwehrleute aus dem Abschnitt Mitte in den Raum Dessau auf, um bei der Jahrhundert-Flutkatastrophe zu helfen. Die Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Ochsenfurt, die mit einem Löschfahrzeug des Katastrophenschutzes im Einsatz war, wurde nun in der Kommandanten-Dienstversammlung geehrt. Kreisbrandrat Geißler und Kreisbrandinspektor Alois Schimmer überreichten ihnen die Fluthelfer-Medaille des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Schimmer bedankte sich noch einmal dafür, dass die Betreffenden binnen weniger Stunden nach der Anforderung bereit waren, einen Zeit raubenden und anstrengenden Einsatz absolviert hätten, bei dem auch Fachkenntnisse gefragt waren. Im Bild die geehrten Fluthelfer (von links) Gerd Grünewald, Ralf Freund, Friedrich Dehner, Marco Paul, Dieter Fuß und Ronnie Streblow. Nicht anwesend sein konnten die ebenfalls ausgezeichneten Wehrleute Peter Reuß, Florian Varm und Stefan Heizenröther. Foto: Klaus Stäck |