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Quelle: Main Post,
21.10.2002
Mälzerei: Ursache des Feuers
Rauchgas-Waschanlage ging im Flammen
auf
Ochsenfurt (heli/aug) Bei
einem Feuer in der Ochsenfurter Mälzerei ist am Samstagnachmittag
Schaden in noch nicht bekannter Höhe entstanden. Verletzt wurde niemand.
Die Kripo ermittelt wegen der Brandursache. Wie es am Sonntag seitens der
Polizei hieß, werden sich Spezialisten am heutigen Montag in der
Mälzerei umschauen, um Näheres über Brandursache und Schaden
herauszufinden.
Brisanter Aspekt am Rande:
Seit längerer Zeit schon bemühte sich die Ochsenfurter Feuerwehr
um einen Termin für eine Übung in der Malzfabrik. Wie zu erfahren
war, war es den Verantwortlichen der Fabrik bis dato aber nicht gelungen,
einen Zeitpunkt dafür festzulegen. Stattdessen rief am Samstag ein
echter Brand die Wehren aus Ochsenfurt, Frickenhausen und Goßmannsdorf
sowie die Werksfeuerwehr der nahen Südzucker-Fabrik mit insgesamt
50 Freiwilligen in die Fabrikstraße.
Ein Mitarbeiter der Mälzerei
hatte gegen 14 Uhr die Feuerwehr alarmiert. In der neuen Anlage zur Herstellung
von Sondermalzen war ein Feuer ausgebrochen. Der Brandherd befand sich
in dem Teil der Anlage, in dem die Abgase der Malzröstung gereinigt
werden. Dort werden die Abgase über eine Rauchgaswaschanlage geführt,
die mit Hilfe von Bakterien die Abgase von unangenehmen Gerüchen befreit
(wir berichteten). Ebendieser Rauchgaswäscher, der zum größten
Teil aus glasfaserverstärkten Kunststoff und einer Art Schaumgummi
besteht, stand in Flammen.
Die nach kurzer Zeit eingetroffenen
Feuerwehrleute bauten eine Löschwasserversorgung von den Hydranten
in der Fabrikstrasse aus auf. Mitarbeiter der Gasuf stellten die Gasleitung
ab, der Anlagenteil wurde vom Überlandwerk vom Stromnetz getrennt.
Mit Hilfe der Ochsenfurter Drehleiter und drei Trupps unter schwerem Atemschutz
war das Feuer bald unter Kontrolle. Da das Löschwasser mit Verbrennungsrückständen
belastet war, wurde es vom Betriebsleiter der Winterhäuser Kläranlage
in einem Rückstaubecken aufgefangen.
Fotos: Anton Öder
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